EBI-Poscht 2020 als pdf

EBI-Poscht April 2020 – Evangelische Brass Band Interlaken              

Liebe Passivmitglieder, liebe Aktive, liebe Leserinnen und Leser

„Musik ist eine Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Schallereignissen bestehen…“, habe ich kürzlich gelesen. Wir Bläserinnen und Bläser sind also Künstler und erzeugen Schall. Zum Glück nicht auch noch Rauch… Ja, gegenwärtig lösen sich viele geplante Anlässe – Konzerte, Versammlungen und dergleichen – in Schall und Rauch auf. Wir haben doch nicht alles im Griff, wie wir immer meinen. Ein kleiner Käfer, und wir sind geliefert.

So sind Veränderungen gegenwärtig an der Tagesordnung. Jeder Tag bringt neue
Weisungen aus dem Bundeshaus. Die Gesellschaft verändert sich. Was ist „die Gesellschaft“? Das sind wir, das ist die Gesamtheit der zusammenlebenden Menschen. Wir sind gefordert. Rücksicht nehmen auf unseren Nächsten ist jetzt angesagt. Ich bin in einer gefährdeten Altersstufe (das tönt dramatisch…) und erlebe, wie sich Mitmenschen liebevoll um uns zwei „alten“ Leutchen kümmern. Echt rührend. Ich bin gespannt, wie sich „die Gesellschaft“ verhält, wenn die Krise vorbei ist. Lernen wir daraus oder geht der ganze Leistungswahnsinn und Leistungsdruck weiter, noch ärger als vor der Corona Zeit? Bleiben wir unersättlich, noch mehr und noch mehr? Oder „chöme mer obenaha“, beginnt ein Umdenken, ein Besinnen auf das, was wirklich zählt in unserem Dasein?

Eigentlich wollte ich etwas von der EBI erzählen und nicht über „dä tuusigs Virus“. Also, einen oder zwei Tage vor dem Versammlungsverbot haben wir unsere HV gerade noch durchführen können. Wir erlebten ein tolles Vereinsjahr mit verschiedenen Gottesdiensteinsätzen und den erfolgreichen Frühlings- und Adventskonzerten. Besetzungsmässig kommen wir über die Runden, gegenwärtig zählen wir 21 Aktivmitglieder: 14 EBI und 7 Posaunenchor Spiez. Wir üben ja bekanntlich seit längerem zusammen und bestreiten unsere Auftritte gemeinsam. Das funktioniert prächtig und ist gelebte Nachbarschaftshilfe! – Jetzt etwas zum Ausdruck „Change-Management“. Ein Begriff aus der Wirtschaft, einer Organisation, eines Unternehmens oder Vereins und heisst so viel wie: Strukturen, Prozesse und Verhaltensweise tiefgreifend verändern. Wir sind eigentlich auch ein Unternehmen und haben uns einem „Change-Management“ unterzogen. Nicht „tiefgreifend“, aber gezwungenermassen nötig. Das heisst: Der Vorstand ist um Jahre jünger geworden. Denn: Nach 8 Jahren hat Kassier Werner Häsler (ü72…) sein Amt zur Verfügung gestellt. Neuer Säckelmeister ist Kurt Bärtschi vom Posaunenchor Spiez. Er betreut nun beide Kassen. Zudem hat Sekretär Ruedi Ritschard (ü75…) den Schreibstift nach 27 Jahren in andere Hände gelegt. Ursula Jordi – ebenfalls PC Spiez – übernimmt nun den Griffel und amtiert künftig als Schreiberling(in). Besten Dank an die beiden „alten“ (aber noch fitten…) Hasen, und viel Freude den beiden neuen Vorstandsmitgliedern. Gratulation zur Wahl! Weiter im Amt bleiben Präsident René Rohr, Vizepräsident Christian Jungen, Materialverwalter Toni Anliker und Dirigent Walter Liechti. Wir können also unbesorgt mit einer tollen Vereinsspitze ins neue Jahr starten. Wenn da nur nicht der besagte Käfer wäre. Keine Auftritte, keine Frühlingskonzerte. Sicher ist: Wenn die Krise überwunden ist, geht’s mit neuem Eifer viel Elan und einem motivierten Dirigenten weiter.
Liebe Freunde: Euch allen Freude schenken und Gott loben mit guter Musik ist unser Antrieb! Herzlichen Dank für jede Unterstützung. Wir sehen uns!

Ruedi Ritschard